Online Sachkundelehrgang „Hochwasservorsorgeausweis für Wohn- und Nichtwohngebäude“

Eine Information des Bildungs- und Demonstrationszentrum Dezentrale Infrastruktur – BDZ e.V.

Sachsen fördert künftig Maßnahmen der privaten Eigenvorsorge vor Extremereignissen wie Hochwasser und Starkregen beziehungsweise Sturzfluten. Das sächsische Kabinett hat dafür am 2. November 2021 die Förderrichtlinie private Hochwassereigenvorsorge (FRLpHWEV/2021) verabschiedet. Damit unterstützt der Freistaat Investitionen von Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern an bestehenden Wohngebäuden, die insbesondere in Gebieten liegen, die nicht oder nicht ausreichend durch öffentliche Hochwasserschutzmaßnahmen geschützt werden können.

Gefördert wird die Erstellung des Sächsischen Hochwasservorsorgeausweises beziehungsweise eines gleichwertigen Gutachtens zur Ermittlung des gebäudespezifischen Überflutungsrisikos mit konkreten Maßnahmenvorschlägen zur Minderung des Schadenspotenzials. Ebenso gefördert werden Investitionen, die zu einer deutlichen Minderung des Schadenspotenzials an Bestandsgebäuden führen.

Der nächste Sachkundelehrgang zur Erstellung des Hochwasservorsorgeausweises startet als Onlinekurs ab dem 31.01.2022.

Nähere Informationen zum Programmablauf, zur Dauer und den Inhalten sowie das Anmeldeformular finden Sie im beigefügten Schulungsangebot oder unter diesem Link.

Der Hochwasservorsorgeausweis ist ein Instrument zur Bewertung der Schadensanfälligkeit von Wohn- und Nichtwohngebäuden, die durch Flusshochwasser, Starkregen, Grundhochwasser oder Kanalüberstau gefährdet sind. Mit diesem Instrument gelingt es, die Schadensanfälligkeit im gegenwärtigen (unangepassten) Zustand objektiv zu beurteilen und die Wirksamkeit von Bauvorsorgemaßnahmen nachvollziehbar darzustellen. Nichtwohngebäude weisen jedoch eine höhere Heterogenität bzgl. ihrer bau- und haustechnischen Merkmale sowie ihrer spezifischen Nutzung gegenüber Wohngebäuden  auf, über deren Schadensanfälligkeit weiterführendes Wissen erforderlich ist.

Für die Ausstellung des Hochwasservorsorgeausweises ist eigens dafür qualifiziertes Fachpersonal notwendig. Hierzu ist vom BDZ ein Sachkundelehrgang zur Erstellung des Hochwasservorsorgeausweises entwickelt worden, der sich an Fachleute mit ingenieurtechnischer Ausrichtung (Bauingenieurwesen, Siedlungswasserwirtschaft) sowie an Meister und Techniker mit entsprechender Ausbildung richtet.

Der Sachkundekurs gliedert sich in ein Grundlagenmodul „Wohngebäude“ (Module G1 bis G8) und ein Erweiterungsmodul „Nichtwohngebäude“ (E 1 bis E5).

Fachleute, die bereits das Grundmodul zum Sachkundigen für die Erstellung des Hochwasservorsorgeausweises erfolgreich abgeschlossen haben, sollen mit Hilfe des Erweiterungsmoduls das erforderliche Wissen erhalten, ausgewählte Nichtwohngebäudetypen systematisch hinsichtlich ihrer Schadensanfälligkeit gegenüber Überflutung zu bewerten und Anpassungsmaßnahmen zu konzipieren. Das Weiterbildungsangebot ist für den Sachkundigen die Voraussetzung, den Hochwasservorsorgeausweis auch für ausgewählte Nichtwohngebäude (z. B. Büro-und Verwaltungsgebäude, Schulen, Kindertageseinrichtungen etc.) ausstellen zu können.

Für Rückfragen steht Ihnen das Bildungs- und Demonstrationszentrum Dezentrale Infrastruktur – BDZ e.V. gern zur Verfügung.

Bildungs- und Demonstrationszentrum Dezentrale Infrastruktur – BDZ e.V.
Training and Demonstration Centre Decentralised Infrastructure
An der Luppe 2
04178 Leipzig
Germany

Tel: +49 (0)341 / 44 22 979

Fax: +49 (0)341 / 44 21 748

email: stich@bdz-infrastruktur.de

web: http://www.bdz-infrastruktur.de

http://www.kleinklaeranlagen-markt.de

http://www.bdz-hochwassereigenvorsorge.de

 

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