Vorbereitung der neuen LEADER-Förderperiode 2023-2027

LEADER-ENTWICKLUNGSSTRATEGIE (LES) in der Förderperiode 2023 – 2027

für die Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal mit folgenden Orten:

Augustusburg, Börnichen, Deutschneudorf, Eppendorf, Flöha, Frankenberg, Gornau, Großolbersdorf, Grünhainichen, Heidersdorf, Leubsdorf, Marienberg, Niederwiesa, Oederan, Olbernhau, Pockau-Lengefeld, Zschopau

Die Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal, eine von 30 LEADER-Regionen Sachsens, bewirbt sich um die Fortsetzung ihrer erfolgreichen Tätigkeit für eine zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes. Die ländliche Entwicklung ist ein wichtiger Bestandteil der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (EU). Seit 1991 verfolgt die EU mit der Einführung der LEADER-Methode einen neuen Ansatz der Regionalentwicklung. Dabei werden die Menschen vor Ort unmittelbar in die Gestaltung einbezogen.

Das LEADER-Gebiet der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal umfasst 17 Städte und Gemeinden aus zwei Landkreisen beiderseits der Flüsse Flöha und Zschopau mit einer Fläche von 750 km² und ca. 105.000 Einwohnern.

Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit ist die gemeinsame Erarbeitung einer Konzeption, der LEADER-Entwicklungsstrategie (LES). Auf Basis einer fundierten Analyse der regionalen Gegebenheiten wird dabei in enger Abstimmung zwischen den Aktiven vor Ort eine Handlungsstrategie mit klar definierten Entwicklungszielen und Fördermaßnahmen zu deren Umsetzung erstellt. Repräsentative Vertreter öffentlicher, privater, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Interessengruppen bilden eine Partnerschaft, die sogenannte Lokale Aktionsgruppe (LAG).

Die LES bildet die Handlungsgrundlage der LAG in der Förderperiode 2023 – 2027, in der die gesteckten Ziele durch eigene Aktivitäten und passgenaue Förderangebote umzusetzen sind. Dazu wurde in den vergangenen 8 Monaten in enger Zusammenarbeit der LAG mit lokalen Akteuren vor Ort die neue LES erarbeitet.

Am 30.06.2022 wurde die LES zur Vorprüfung beim Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung eingereicht. Die Vorbewertung unserer Strategie erfolgt durch externe Gutachter. Anschließend hat die LAG die Möglichkeit, bei Änderungen und Ergänzungen die LES zu überarbeiten. Voraussichtlich ab Januar 2023 soll der Genehmigungsprozess abgeschlossen sein und die LEADER-Gebiete anerkannt werden. Erst dann werden die ersten Aufrufe zur Einreichung von Projektvorhaben auf der Homepage veröffentlicht.

Anhand festgelegter Rankingkriterien werden die besten Vorhaben durch das Entscheidungsgremium (EG) der Region aus. Dem EG gehören 42 stimmberechtige Mitglieder aus vier Interessengruppen an: öffentlicher Sektor, Wirtschaft, engagierte Bürger, Zivilgesellschaft/Sonstige, wobei keine einzelne Interessengruppe die Entscheidungsfindung kontrollieren darf.

Das von der LAG eingesetzte Regionalmanagement unterstützt alle regionalen Akteure vollumfänglich und kostenfrei von der Ideenfindung bis zur Antragstellung. Darüber hinaus wirkt das Regionalmanagement bei der Vorbereitung und Durchführung des EG mit und begleitet die ausgewählten Vorhaben bei Bedarf von der Umsetzung bis zur Abrechnung der Fördermaßnahme.